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Bericht - Bilder
Mehr
als ein Sport
Die
Ergebnisse der Europameisterschaft im Enshin Karate am 14.
Oktober
Am
Sonntag, den 14. Oktober 2007, fand in der Sporthalle der
Wentzinger Schulen zum fünften Mal die Europameisterschaft
im Enshin Karate statt, der International European Sabaki
Challenge 2007. Am für alle Stile offenen Turnier nahmen
Kämpfer aus Deutschland, Großbritannien, Holland und Polen
teil.
22
Wettkämpfer zwischen 14 und 35 stellten sich am Wochenende
einer großen Herausforderung in vier Klassen. Das Turnier
dominierten die Schüler von Sensei (jap. Lehrer) Chandana
Muthunayake aus Freiburg. Seine Schule gewann in den letzten
zwei Jahren drei Weltmeistertitel. Als Leiter der
Europameisterschaft lädt er regelmäßig alle
Kampfkunstverbände ein, an seinem Turnier teilzunehmen. Hier
die Ergebnisse:
Leichtgewicht:
1. Youssef Fouhani,
Deutschland
2. Aaron Tideman,
Deutschland
Schwergewicht:
1. Henri Schiemann,
Deutschland
2. Łukasz Stankiewicz,
Polen
Farbgürtelklasse:
1. Hans Rieder,
Deutschland,
2. Alexander Schmitz,
Deutschland
Junioren:
1. Alexander Wolf,
Deutschland
2. Sentürk Furkan,
Deutschland
Kampfgeistpokal des
Großmeisters Kancho Joko Ninonmiya:
Daniel Jankowski, Polen
Körperlich
und psychisch muss ein Karateka topfit sein, um an der
Europameisterschaft im Vollkontakt-Karate teilzunehmen.
Daher ist es auch nicht überraschend, dass nur eine kleine
Elite an Kampfkünstlern diesen Sport höchster Ansprüche
betreibt. Ein Teilnehmer schärft in jahrelangem Training
seine Reflexe und übt die inneren und äußeren Kräfte seines
Körpers. Bis er an der Europameisterschaft teilnimmt, hat
der Karateka tausende von Runden Übungskämpfe mit
verschiedenen Partnern im Dojo und in Vorbereitungsturnieren
absolviert. Er muss erfolgreich bei regionalen Turnieren und
Landesmeisterschaften kämpfen, bevor er zur
Europameisterschaft zugelassen wird. So bereitet er sich in
erster Linie psychisch auf die direkte Konfrontation mit
einem Kontrahenten vor, der ein ähnliches Training
durchlaufen hat. Denn über Sieg und Niederlage entscheidet
in den wenigen Minuten des Wettkampfes vor allem die innere
Einstellung. Anfänger und Junioren kämpfen in einer
gesonderten Klasse mit Kopf und Körperschutz, um ihre
Technik sicher austesten zu können.
Der
Zuschauer kann oft kaum fassen, dass die mit hoher
Geschwindigkeit ausgeführten Schläge, Tritte und
Wurftechniken strengen Regeln folgen, deren Einhaltung ein
Haupt-, vier Seitenrichter und das Direktorium strikt
überwachen. Die Kämpfer folgen einem Kodex, in dessen
Mittelpunkt die Schulung menschlicher Werte wie Respekt und
Freundlichkeit stehen. Auf den ersten Blick scheint kein
Zusammenhang zwischen dieser seelischen Ausbildung und dem
Vollkontaktkampf zu bestehen. Der Karateka lernt seine
Schwächen und Stärken kennen, sowohl die des Körpers wie
auch des Geistes. Ein Meister wie Sensei Chandana
Muthunayake berücksichtigt beide Bereiche in der Kampfkunst.
Seine Schüler lernen durch diese Schulung ein glücklicheres
Leben mit sich und ihren Mitmenschen zu führen. Die
Europameisterschaft war eine Zwischenprüfung auf dem Weg.
Wir
gratulieren dem deutschen Team zur bestandenen Prüfung.

Leichtgewichtschampion Youssef Fouhani pariert einen Tritt
zum Kopf von Aaron Tideman im Finale des IESC.
Kontakt:
Enshin-Dojo,
Mu-Shin e.V.
Jan
Reichert, Kassenwart
Tel./Fax:
0721 / 183959 - 13
info@mu-shin.de
www.mu-shin.de
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